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Giorgos Papandreou - ehemaliger Ministerpräsident Griechenland

Giorgos Papandreou ist der Überzeugung, dass Europa aktuell am Scheideweg steht: kühne Maßnahmen für ein vereintes Europa sind notwendig oder es folgt ein Auseinanderdriften.

Fondskongress - Vortrag Papandreou

Papandreou glaubt an ein tiefes Europa, hierfür darf man sich aber nicht mehr in grundsätzliche Debatten verstricken. Er macht sich aber als Europäer Sorgen über eine europäische Zukunft.

Als Premierminister wollte er Europa zum Besseren führen, gemäß seinem Slogan zu Regierungszeiten: "Entweder wir verbessern uns, oder wir gehen unter."

Die Griechen wollten ganz aufrichtig diesen Wandel, aber es gab auch Bestechungen und andere Probleme. Am Beispiel der Korruption im Gesundheitssektor versucht Papandreou dies deutlich zu machen:

In Griechenland bekamen die Ärzte von Pharmafirmen umso mehr an Provisionen, je mehr sie deren Medikamente verschrieben. Dadurch wurden natürlich unnötig viele Medikamente ausgegeben. Durch die Schaffung von Transparenz konnten innerhalb kürzester Zeit 30% der Gesundheitskosten eingespart werden.

Aktuelle Zahlen zu Griechenland:

  • Griechische Defizit von 16% auf 2% des BIP gesunken - aktuell kann sogar ein Überschuss erwirtschaftet werden
  • Erfolgreiche Umsetzung von grundsätzlichen Strukturen
  • Spread fiel von 40% auf 8% (auch unter dem Einfluss der EZB)

Die Neuerfindung eines Staates ist nicht leicht, strukturelle Reformen äußerst schwierig (ähnlich der Eingliederung der DDR in die BRD). Es braucht Zeit, die Wirtschaft und das Regierungssystem umzubauen. Europa hat hier in der Vergangenheit versagt, auf effektive Weise einzugreifen.

Mario Draghi kündigte vor ca. 18 Monaten an, dass die EZB alles Notwendige tun wird, um den Euro zu retten. Giorgos Papandreou überzeugt:

Wäre dieses Statement früher gekommen, so hätte Griechenland stark davon profitiert und der Zugang zu den Finanzmärkten wäre nicht geschlossen worden, ist

Folgende Themen sind noch zu lösen bzw. zu ändern:

Währungsunion, Fiskalunion, divergente Zinssätze, eine Zentralbank die gegen Inflation kämpft aber nicht gegen Arbeitslosigkeit (was unbedingt geändert werden sollte), Sparmaßnahmen ohne Investitionen (was die Rezession noch verschärft), Deflation ist und bleibt ein großes Risiko für Europa.

Wir müssen kühn sein und Europa als Ganzes wahrnehmen. Nur so können wir alle gemeinsam erfolgreich sein. Europa braucht Vielfalt, Wettbewerbsfähigkeit, hochqualitativen Tourismus, usw.. Investitionen in die Infrastruktur sind unabdinglich. Hier muss aber noch mehr passieren.

Der "Green Deal" ist ein Vorschlag von Papandreou, indem Europa z.B. beim Klimawandel eine Führungsrolle übernehmen soll. Zukunftsgerichtete Arbeitsplätze sollen geschaffen werden, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, vor allem der Jugendarbeitslosigkeit sind hierbei wichtige Punkte.

Top 10 Vorträge Fondskongress Mannheim 2014

Die Rhetorik wird immer schriller, wenn es um die Zukunft eines vereinten Europas geht. Die Werte Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit vereint aber Europa und daran sollte festgehalten werden. Ein starkes Europa ist auf der Weltbühne relevant. 2050 wird kein Industrieland mehr in den Top 8 sein. Deutschland wäre hinter Mexiko und Indonesien neunter. Ohne die große Gemeinschaft, wird Europa weit hinter den USA zurückfallen.

 

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Last modified on Freitag, 25 Juli 2014 19:10

Daniela Förster

Geschäftsführerin der DF Vermögensberatung

Leitung Finanzen und Baufinanzierungen

Studium BWL, Dipl. Betriebswirtin (FH)

Experte für finanziellen Erfolg

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DF Vermögensberatung GmbH
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