Menü


Robert Gordon – US-Ökonom

Auf einem Vortrag auf dem Fondskongress Mannheim meint Gordon: "Es geht eine 250-jährige Wachstumsphase der Weltwirtschaft zu Ende." Zu diesem Schluss gelangt er aufgrund einer Langzeituntersuchung zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Fondskongress Mannheim 2014 - Robert Gordon

Gordon ist der Meinung, dass in den letzten Jahrzehnten mit den drei industriellen Revolutionen so viel Elementares erfunden wurde (Dampfmaschine, Elektrizität, Otto-Motor, etc.), dass die Erfindungen der Zukunft für weniger Wirtschaftswachstum sorgen werden, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Die Weiterentwicklung der Welt, am Beispiel der Küche:

  • Ende des 18. Jahrhunderts kochte man über dem Feuer
  • 1920 gab es einen Kühlschrank und Elektroofen
  • 1950 gab es (meist türkisblaue) Küchen, die nahezu so aussahen wie die heutigen Küchen – abgesehen vom heutigen Styling-Faktor. Die technologische Weiterentwicklung war wahrscheinlich nur die Mikrowelle. Daher herrscht nahezu Stillstand auf dem Technologiesektor in diesem Bereich.

Seit 2002 waren die großen Erfindungen das iPhone, iPad, Twitter und Facebook. Nichts im Vergleich der Erfindungen der letzten Jahrzehnte, in denen Medikamente gegen Kindersterblichkeit, das Internet, die Stromversorgung, die Autoindustrie, etc. erfunden wurden.

Das Wachstum vor der industriellen Revolution lag 350 Jahre lang bei nur 0,2% p.a.. Während der industriellen Revolution bei über 2% p.a.. Gordon geht aufgrund mangelnder Innovationen eher von einer Performance von 0,2% p.a. für die nächsten Jahre aus. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Produktivität fällt und die Arbeitsstunden pro Kopf sinken, je besser es einer Bevölkerung geht. Das Bildungsniveau sinkt. Nur 74% der Amerikaner verlassen die Highschool mit einem Abschluss.

Die Quote der Schulabbbrecher steigt, wenn die Kinder bei nur einem Elternteil (Alleinerziehenden) aufwachsen.

Superstars aus z.B. Sport und Entertainment verdienen extrem gut. Geringverdiener können dafür kaum Gehaltssteigerungen verzeichnen. Das Gesundheitssystem kommt bei der unteren Schicht nicht an, da diese von den Firmen gezwungen werden, nur Teilzeit zu arbeiten, was den Zugang zum Gesundheitssystem ausschließt.

Die Schere zwischen arm und reich wird daher weiter auseinander triften.

Top 10 Vorträge Fondskongress Mannheim 2014

Lösungsmöglichkeiten

  • Kopplung des Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung
  • Legalisierung von Marihuana, um weniger Gefangene zu haben. Denn diese sind meist danach auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar
  • Bildung beginnt in der Vorschule, um allen Kindern den gleichen Schuleintritt zu ermöglichen
  • Steuern müssen der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst werden

Zurück zur Übersicht: Alle Vorträge Fondskongress Mannheim

Last modified on Freitag, 25 Juli 2014 19:10

Palesch

Prokurist der DF Vermögensberatung

Leitung Versicherungen und Marketing

Studium BWL, Multimedia Entwickler (FN), Versicherungsfachmann (IHK)

Experte für Biometrische Risiken

DF Finanzbüro:

DF Vermögensberatung GmbH
Hafengasse 14
89073 Ulm
Tel: 0731.80 21 780
Fax: 0731.80 21 778

info@df-vermoegensberatung.de

Email/Kontakt-Formular